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Frankfurt wird wild!

Die Stadt Frankfurt am Main erlebt derzeit eine große Bevölkerungszunahme. Die Stadt wächst und mit ihr der Druck auf die Freiflächen. Flächen, die der reinen Sukzession überlassen werden sind äußerst selten. Der Vermittlung der Wertigkeit dieser oft recht naturnahen Bereiche wird über das Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“ einen besonderen Stellenwert beigemessen.

Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und Einbindung  in das Bildungsprogramm "Entdecken, forschen und Lernen im Frankfurter GrünGürtel" wird die Bedeutung der wilden Flächen und ihrer wertvollen Funktionen für die BürgerInnen (z.B. Erholung, Gesundheit, Rückzugsräume) vermittelt. Hier geht es zum aktuellen "Entdecken, forschen, lernen"-Programm.

Mit speziell auf das Thema „urbane Wildnis“ zugeschnittenen Umweltbildungsprogrammen wird der Naturschutz-Nachwuchs informiert und sensibilisiert, LehrerInnen und andere MultiplikatorInnen werden geschult, qualifiziert und darin unterstützt, Begeisterung und Akzeptanz für urbane Wildnis nachhaltig zu transportieren.

Eine sorgfältige fotografische Dokumentation der Flächen in den nächsten Jahren wird zudem Bilder der Entwicklung über die Jahre liefern.


Projektflächen

Termine

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Kontakt

Frieder Leuthold
Stadt Frankfurt am Main
-Der Magistrat-
Umweltamt
79.21 Planungsteam Umwelt
Galvanistraße 28
60486 Frankfurt am Main

frieder.leuthold(at)stadt-frankfurt.de
Tel.:   +49 (0) 69 – 212 39 192


Die Projektflächen in Frankfurt

In Frankfurt entsteht die Anbindung zweier Gebiete (Nordpark Bonames und Monte Scherbelino) an den Frankfurter GrünGürtel. Zukünftig ist hier wildes Naturerleben möglich.

Monte Scherbelino

Am Fuße des Mülldeponiehügels „Monte Scherbelino“ im Frankfurter Stadtwald hinterlässt eine Baustelle einen »rohen« Boden, der sich nun zu einer Wildnis entwickeln darf.

Diese ehemalige Bereitstellungsfläche für das Rekultivierungsmaterial (Erden und Steine) wurde dem Projekt vom Grünflächenamt/Abteilung Stadtforst zur Verfügung gestellt.

Bedingt durch die im Jahr 2014 abgeschlossenen Sanierungsarbeiten wurde die Fläche abgeräumt, der gelagerte Oberboden  aufgetragen und danach der Sukzession überlassen. Gehölzsukzession am Rand dieser Fläche und der vorhandene Weiher bleiben bestehen.

Die Projektmaßnahmen  zielen unter Gesichtspunkten des Artenschutzes darauf, dass eine wildnisorientierte Waldentwicklung durch Sukzession einen bedeutsamen Beitrag zur Biodiversitätssteigerung im Stadtgebiet leistet.

Besucherlenkung und -information soll deshalb nur mit geringfügigen Ausbauten erfolgen und auf Zugangsbereiche und ausgewählte Aufenthaltsorte beschränkt werden.

Noch in den 1960er Jahren war der Mülldeponiehügel ein beliebtes Ausflugsziel, weil er ein großartiges Panorama bot und für die Freizeitnutzung erschlossen war. Aufgrund der vom Müllberg ausgehenden Emissionen wurde das Gebiet für die Öffentlichkeit geschlossen.

Der Zugang zur Fläche ist in den kommenden Jahren vorerst nur unter fachkundiger und ortskundiger Führung möglich. Der Zutritt wird in Bereichen mit technischen Anlagen (Gasbrunnen, sensible Messeinrichtungen etc.) aus Sicherheitsgründen auch auf Dauer nicht möglich sein.

Durch das Projekt ist der Zugang zur Fläche am Fuße des Berges aber im Rahmen von buchbaren Exkursionen und Schulveranstaltungen seit Anfang des Jahres 2017 möglich.

Nordpark

Der Nordpark Bonames liegt in einer renaturierten Flussschleife der Nidda und dient seit den 1970er Jahren als Freizeitbereich und Grünanlage. Neben Sport- und Freizeitplätzen finden sich im östlichen Teilbereich Relikte einer landschaftlich gestalteten Grünanlage (Fundamente von Spielplatz und Grillhütte) und im nördlichen Bereich alte Kleingärten. Weite Abschnitte davon sind durch Gehölzaufwuchs bereits überformt und verwildert.

Entlang der Nidda findet man waldartige Bereiche und uferbegleitende Gehölze. Die inselartige Lage in der Flussschleife prädestiniert den Nordpark dafür, auf einer Teilfläche eine weitgehend ungelenkte Entwicklung stattfinden zu lassen.

Wie auch schon am benachbarten Alten Flugplatz sollen hier Artenschutz und Naherholung künftig Hand in Hand gehen und wildes Naturerleben möglich sein. Das Thema Wildnis wird auch hier in das bestehende Bildungsprogramm im GrünGürtel eingebunden.


Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.