Für eine müllfreie Stadt(wildnis): Dessau machte mit beim World-Cleanup-Day

Avatar of admin admin - 25. September 2019 - Dessau-Roßlau

Millionen Freiwillige in 150 Ländern der Welt räumten auf. Handeln statt reden! Dessau-Roßlau war mit dabei, organisiert durch die Wirtschaftsjunioren Dessau, den Eigenbetrieb Stadtpflege und „Städte wagen Wildnis.“
Am 21. September 2019 standen von 10.00 bis 14.00 Uhr an sechs Anlaufstellen Container und Betreuer bereit, um auf öffentlichen (wilden) Flächen Müll zu sammeln.
In diesen besonderen Herbstputz waren auch die Stadtnatur-Flächen der Rodebille und die Landschaftswiesen entlang des Roten Fadens einbezogen, die zu unserem Projekt gehören und damit ganz offiziell Teil der „Stadtwildnis“ sind.
Auf den Rodebilleflächen wird bereits seit über 10 Jahren der Natur mehr Raum gegeben. Auf einem Teil der Flächen haben sich Gehölze ausgebreitet, ganz in der Nähe dazu gibt es extrem trockene Wiesenlandschaften, auf denen sich Thymian und Mauerpfeffer, Wildbienen, Falter und Heuschrecken wohl fühlen.
Nicht alle Menschen sehen hierin bislang einen Mehrwert und ein Geschenk an Mensch und Natur, immer häufiger wird Müll abgeladen. Deshalb riefen wir auf, sich am Herbstputz auf den Flächen zu beteiligen. Zwei Container Müll konnten anschließend ordnungsgemäß entsorgt werden. Einige spezielle Fundstücke wurden zu Kunst in Form von „Müll-Collagen“ verarbeitet, die in unserer Ausstellung „Stadt gibt’s hier natürlich“ im Museum für Naturkunde und Vorgeschichte ihren Platz finden werden.
 
Eine Müllsammelaktion ganz anderer Art startete am Räucherturm: Plogging – ein Trendsport aus Schweden. Hier fanden sich Jogger zusammen und sammelten auf ihrer Tour entlang des Roten Fadens Müll und waren zu Recht sichtlich stolz auf die getane Arbeit.
 
Danke an alle Unterstützer!




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2 Kommentare

Karl-Andreas Nitsche

02. Oktober 2019

Müll

Müllsammeln - sehr schön.

Meine Hinweise bei der Umfrage die

Stadt Dessau in die Pflicht zu nehmen und auf der Ruderalfläche am Räucherturm in Dessau sinnvolle Abfallbehälter zu installieren und diese auch regelmäßig zu entleeren sind vermutlich nicht

angekommen - es liegt schon wieder

Abfall dort herum.

Beste Grüße K.-A. Nitsche

Anwohner aus der Akenschen Straße in Dessau (100 m von genannter Fläche entfernt).


Redaktion "Städte wagen Wildnis"

15. November 2019

Vielen Dank für Ihren Kommentar.

Der Müllproblematik auf den Flächen sind wir uns bewusst, nur Lösungen zu finden ist nicht immer einfach. Insbesondere ist der stark frequentierte Räucherturm ein „Anziehungspunkt“ für Müll. Bis Anfang des Jahres hatten wir Bundesfreiwillige, die regelmäßig den Müll von den Flächen gesammelt haben. Diese stehen uns aber derzeit und auch in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung.

Wir sind zu diesem Thema auch schon länger mit dem Stadtpflegebetrieb im Gespräch. Entsprechende Papierkörbe müssen für die Fahrzeuge des Stadtpflegebetriebes auch erreichbar sein, was bei den Flächen ein Teil des Problems ist. Wir sind bemüht, im Rahmen des Städte-wagen-Wildnis-Projektes eine Lösung zu finden.



Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.