Wildnisbewohner des Monats: Des Wanderers Klopapier...

Avatar of Pia Ditscher Pia Ditscher - 07. Mai 2018 - Frankfurt

...der Huflattich

….einer der ersten Frühlingsblüher (Februar bis April) auf den Frankfurter Wildnisflächen war in diesem Jahr der Huflattich. Jetzt sind nur noch die Früchte zu sehen. Sie sind auch „Pusteblumen“ , erinnern an den Löwenzahn und gehören zur selben Familie, den Korbblütlern.

Der Huflattich hat es mit dem Blühen so eilig, dass er sogar schon blüht, bevor sich seine  Blätter entwickeln. Die wachsen erst jetzt und sind dann den ganzen Sommer über zu sehen.

In der Stadtwildnis fühlt sich der Huflattich so richtig zu Hause – denn er ist weit verbreitet auf Brachen, Dämmen und Steinbrüchen.

Sein lateinischer Name lautet „Tussilago“, was übersetzt ungefähr bedeutet: „Husten vertreiben“. Denn gegen Husten ist mit dem Huflattich ein Kraut gewachsen! Aus seinen Blättern kann man sehr leicht selbst einen Tee zubereiten, der die Symptome bei Husten lindert. Allerdings muss man gut aufpassen, dass man auch die richtige Pflanze zubereitet. Denn dem Huflattich sehr ähnlich sehen Pestwurz und Alpendost, die schädlich für die Leber sein können. Ebenso finden die Blüten des Huflattichs heute keine Verwendung mehr, denn auch sie wirken sich negativ auf die Leber aus. Auch den nur aus Blättern gekochten Tee sollte man nicht länger als wenige Wochen pro Jahr trinken, um sicher zu gehen, dass keine schädlichen Wirkungen auftreten.

Tja, und last but not least werden die großen, lappigen Blätter mit der weich behaarten Unterseite als "Wanderers Klopapier" bezeichnet ;)...

Neuer Kommentar

0 Kommentare


Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.