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Wildnisbewohner des Monats November

25. Oktober 2018, Pia Ditscher - Hannover

Der Schöne mit den blauen Augen

 

Unser Wildnisbewohner des Monats November hat ein unverwechselbares Erscheinungsbild: Die großen „Augenflecken“ auf seinen Flügeln geben ihm seinen Namen, sind aber auch sehr nützlich: Denn wenn das Tagpfauenauge Feinde abwehren möchte, klappt es seine Flügel plötzlich auf und „erschreckt“ den potentiellen Fressfeind durch das Erscheinen der großen „Augen“. Das Tagpfauenauge mag wohl eher ein typischer Sommerbewohner der Wildnis sein – aber man kann den schönen Falter das ganze Jahr über antreffen. Die Falter überwintern gerne in Höhlen, Kellern oder auf Dachböden und fliegen bei wärmeren Temperaturen zur Nahrungssuche aus. Im Frühjahr steuern sie dann die ersten Blüten an, zum Beispiel von der Sal-Weide, dem Weißdorn oder von Löwenzahn. Am liebsten besuchen sie allerdings violette Blüten wie Astern, Fetthenne oder Rotklee. Auch Fallobst fressen die Falter gerne, während die Raupen sich fast ausschließlich von Brennnesseln an sonnigen, aber luftfeuchten Standorten ernähren. Der schöne Schmetterling kommt überall im Offenland vor, auch an Waldrändern und in Städten ist er häufig anzutreffen.  

Wenn sich ein Tagpfauenauge nach dem Sommer zum Überwintern in Häuser oder Wohnungen „verirrt“, ist das nicht gut für ihn – denn es ist dort viel zu warm und er kommt nicht ausreichend zur Ruhe, um Energie zu sparen und dann im folgenden Frühjahr noch Nachkommen zu zeugen. Tatsächlich kann es helfen, den Schmetterling vorübergehend einzufangen und in den Kühlschrank zu bringen, bis er sich beruhigt hat, um dann ein angemessenes kühles Überwinterungsquartier für ihn zu finden. Den Falter zu füttern, wäre hingegen kontraproduktiv. Weitere Infos, wie man einem verirrten Tagpfauenauge im Winter gute Hilfe leisten kann, gibt es hier: https://www.schmetterlingsforum.de/eb/entry/Berichte/ueberwinternder-schmetterling-in-der-wohnung.html



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